Regietheatermacher
ein Stück über die mögliche Unmöglichkeit des Theaters von Jochen Günthers; Thomas Bernhard gewidmet.
Er ist ein Künstler.
Er ist ein Könner.
Er ist ein Kämpfer.
Er ist - - - der Regietheatermacher.
Die Geschichte von einem Mann, der auszog, das Stadttheater zu reformieren. Seine Wahl fiel auf Rosenheim. Dort, im Lokschuppen, versucht er sein Epos „Das Rad der Geschichte“ zur Aufführung zu bringen und dem geschätzten Zuschauer das Regietheater zu bringen, wie Prometheus dereinst das Feuer. Mit an Bord: Seine Schauspielschülerin, von ihm höchstselbst ausgebildet, um dereinst das theatrale Erbe an den Sprechbühnen der Welt auszusäen
Doch Rosenheim wird zur vorläufigen Endstation: Ein Kampf mit dem gastgebenden Wirt, mit den städtischen Behörden – nicht zuletzt mit den eigenen künstlerischen Ansprüchen macht dem Regietheatermacher das Leben zur Hölle, lassen seinen kulturellen Auftrag mehr als einmal an die Grenze des Scheiterns gelangen. Und nicht zuletzt ist da noch bei aller Kunst der abendliche Kampf um geldgebende Zuschauer...
Nach Motiven des großen österreichischen Autors Thomas Bernhard präsentiert das Theater R.I.P. im Dezember 2009 einen satirischen Theaterabend über die mögliche Unmöglichkeit provinzieller Bühnenkunst. Das Streben des idealistischen Künstlers nach unerreichbarer Perfektion, verbunden mit der Einsicht, dass die Tücken des theaterwidrigen Alltags nicht so einfach zu besiegen sind; damit verbunden das stetig unterdrückte Eingeständnis des eigenen Scheiterns. Und trotzdem muss sich allabendlich der Vorhang heben…
Jener Kampf des Künstlers zwischen Schaffensdrang und chronischer Niederlage bringt R.I.P. in einem bissigen Theaterabend auf den Punkt.
Sehen Sie im Lokschuppen die gallige Lebensbeichte des Regietheatermachers als Satire zwischen kulturpolitischer Abrechung und mea culpa. Nicht zuletzt eine Liebeserklärung an die Bühnenkunst…
Presse - Rezension:
Besetzung:
Seit 06. Dezember 2009 im Repertoire.
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