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29.06.2010
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Liebe R.I.P.-Freunde!
Wir sind mitten drin im Endspurt unseres kleinen Theaters – noch ein Monat „R.I.P. vom Feinsten“ erwarten Sie in unserem Abschlussprojekt „Die Rosenheimer Salzburger Festspiele“!
Am Do,1.7. zum letzten Mal in der Vetternwirtschaft unsere Farce über größenwahnsinnige Theaterdirektoren und praktikumssuchende Terroristen: „CLAUS PEYMANN KAUFT SICH EINE HOSE UND BEGNADIGT CHRISTIAN KLAR“ – Realsatire von und mit Veronika Hager und Dominik Frank.
In unserem ersten Festspiel-Special „MUSIK LAUT HÖREN!“ widmen sich die beiden Schauspieler im Anschluss der besten Musik aller RIP-Zeiten – eine kabarettistische Reise durch fast zehn Jahre RIP-Geschichte – seien Sie dabei!
Am Fr,2.7. dann, ebenfalls zum letzten Mal das Stück zum Thema „Theatermachen in der Provinz“: Ein dynamischer Jungregisseur, seine ihm treu ergebene Schauspielschülerin, ein Verwaltungsfachangestellter der örtlichen Behörden sind das Personal, aus dem Matthias Kauffmann seinen bös-sarkastischen Abend „REGIETHEATERMACHER“ destilliert hat. Zum letzten Mal um 20 Uhr auf der Bühne im Lokschuppen!
Desweiteren warten auf Sie: Ein Dichterwettstreit mit lebenden und toten Dichtern („Poetry – Dead or Alive“ am 16.7.), die älteste Kriminalgeschichte der Weltliteratur („Ödipus / Antigone“ am 17.,18. und 28.7.), die Festspielvortragsreihe „Regietheater heute“ (17.7.), die große „Rocky RIP Show“ (30.7.) und als Abschiedsgala die letzte Vorstellung von Anton Tschechows Tragikomödie „Die Möwe“ mit anschließender Grablegung (1.8.). Dazu in Kürze mehr!
Zuletzt eine traurige Nachricht: Unser geschätztes und hochgeehrtes Ensemblemitglied Jochen Günthers war über das bevorstehende Ende von R.I.P. derart betrübt, dass er keinen Sinn mehr in einem Leben in der oberbayerischen Provinz sah. Wir freuen uns, dass Jochen Günthers gut in Amerika angekommen ist und sich dort nicht nur um die Behebung der Wirtschaftskrise, die Schließung des Öl-Lecks und die sichere Verwahrung von Sarah Palin kümmern möchte, sondern auch angekündigt hat, den Wer-kann-die-meisten-Burger-in-zehn-Minuten-essen-Rekord zu brechen. Wir drücken die Daumen!
Leider müssen wir im gleichen Atemzug verkünden, dass es uns nicht gelang, die Abreise von Jochen Günthers bis zum Ende von R.I.P. zu verzögern. Getreu dem Motto „Alles oder nichts“ ist Jochen etwas überstürzt abgereist.Deshalb müssen die Produktionen, an denen Jochen Günthers beteiligt war, leider ersatzlos entfallen. Es betrifft dies die Stücke „Psychose“, „Fleisch“, „Jedermann“ und „Casimir und Caroline“.
Schade!
Kommen Sie trotzdem zu den verbliebenen Stücken und feiern Sie mit uns den Abschied von Rosenheim!
Wir freuen uns wie immer sehr und zum Schluss noch mal ganz besonders auf Sie!
Herzlich-theatrale Grüße (Wie immer!)
Ihr und Euer Theater Ridere in Publico – R.I.P.
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13.06.2010
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R.I.P. goes Österreich!
Liebes Publikum, willkommen zum Schlussspurt von R.I.P.!
Während alle Welt nach Südafrika blickt, starten wir – während die letzten 50 Tage von R.I.P. angebrochen sind – einen künstlerischen Blick in unser Lieblingsnachbarland Österreich (nicht beleidigt sein, Franzosen!). Denn Österreich hat einiges zu bieten: Neben politischen und ganz persönlichen Skandalen, neben Jörg Haider und den Skandalentführungen von Priklopil und Fritzl also auch noch sehr schöne Berge, kleine malerische Dörfer und die Metropole von Musil, Kraus und Hofmansthal: Wien!
Und anscheinend ist das ganz besondere österreichische Klima auch ein besonders guter Nährboden für bitterböse, schwarz-gallige Literatur! Unser Juni-Spielplan wird ausschließlich (!) von österreichischen Autoren bestritten, die uns über eine lange R.I.P.-Zeit begleitet haben:
Am Samstag, 12.Juni feiert in der Vetternwirtschaft unser Kult-Stück „Claus Peymann kauft sich eine Hose und begnadigt Christian Klar“ von Thomas Bernhard seine feierliche Wiederaufnahme. Veronika Hager und Dominik Frank spielen seit nunmehr sechs Jahren diese Groteske um den größenwahnsinnigen (und real existierenden!) Burgtheaterdirektor Claus Peymann, der mit seinem Lieblingsdichter (Thomas Bernhard schrieb sich selbst in sein Stück hinein!) über den Zusammenhang von Hosen-Proben und Theater-Proben, die österreichischen Alt-Nazis und den größten Shakespeare aller Zeiten philosophiert. Ergänzt werden die Bernhard-Dramolette um ein viertes, in dem Claus Peymann den Job des Bundespräsidenten an sich reißt um endlich den RAF-Terroristen Christian Klar zu begnadigen… Und nach der Vorstellung fühlt man sich bei Wein und Bier in der Vetternwirtschaft dann fast wie beim Heurigen…
Gleichzeitig ist eine Plakatausstellung zu nennen, die (fast) zehn Jahre R.I.P.-Geschichte Revue passieren lässt unter dem schönen Titel: „R.I.P.-Plakate im Wandel der Zeiten“. Zu sehen ist die Ausstellung ab dem 18.Juni allabendlich in der Vetternwirtschaft.
Am Sonntag, 27.Juni spielen wir dann im Rosenheimer Lokschuppen die Groteske „Regietheatermacher“. In der Inszenierung von Matthias Kauffmann zeigt das Ensemble die allabendlichen Schwierigkeiten beim Proben, Aufbauen und Spielen einer typischen Regietheaterinszenierung in der österreichischen (bzw. in unserer Fassung oberbayerischen!) Provinz…Eine bitterböse und schwarzhumorige Abrechnung mit dem Theater!
Karten für alle Vorstellungen können Sie telefonisch unter 08031/44345 reservieren oder ganz komfortabel über unsere Homepage bestellen: www.regietheater.de
Mit wie immer herzlichst-theatralen Grüßen,
Ridere in Publico – R.I.P.
PS: Und auch im Juli gehts österreichisch weiter… “Casimir und Caroline” von Horvath kommt zurück (reservieren Sie rechtzeitig!).
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06.05.2010
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Liebes Publikum!
Alles neu macht der Mai – und wir gehen in den Endspurt!
Aber nicht etwa mit nachlassenden Kräften, ganz im Gegenteil: Noch vier Premieren und unser großes Abschlussfestival „Die Rosenheimer Salzburger Festspiele“ warten auf Sie!
Matthias Kauffmann wird Hugo von Hofmannsthal ultimativen Klassiker „Jedermann“ in gewohnt klassisch-stilsicherer Manier auf die Bühne der Vetternwirtschaft bringen, im wunderschön-verwilderten Garten daneben inszeniert Tatjana Gassl Kiplings „Dschungelbuch“ als Open-Air-Spektakel mit Musik für die ganze Familie und setzt so unsere Reihe der R.I.P.-Sommerproduktionen nach der letztjährigen „Alice im Wunderland“ würdig fort. Und auch Elfriede Jelineks sadomasochistisches Stück „Fleisch“ in der Regie von Dominik Frank wird seine Rosenheim-Premiere feiern.
Nicht zuletzt wollen wir Sie mit einem für nicht wenige R.I.P.-Fans unerwarteten Abschieds-Schmankerl überraschen: Es sei nur soviel verraten: Im Juli werden wieder Torten fliegen.....!
Wir dürfen Sie an dieser Stelle auf die "Repertoire-Rubrik" unserer WebSite hinweisen: Noch nie war unser Spielplan praller gefüllt; gehen Sie schon jetzt auf Entdeckungsreise, schauen Sie nach!
Doch nun wollen wir Sie zuerst zu unserer aktuellen Premiere einladen: Anna von Kölln und Dominik Frank wagen sich zum ersten Mal an die Antike, und inszenieren – in echt antiker Hybris – gleich zwei Dramen von Sophokles: ÖDIPUS und ANTIGONE stehen an diesem Doppelabend auf dem Programm!
Ein junger Mann, der- unwissend seiner wahren Herkunft- seinen Vater tötet, seine Mutter heiratet und mit ihr vier Kinder zeugt: Ödipus! Noch nie zuvor hat ein Mensch so viel Schuld auf sich genommen. Als die Pest in Theben wütet, ergeht an Ödipus, den neuen König Thebens, der Auftrag, den Mord an seinem Vorgänger aufzuklären- dieser war „von unbekannter Hand“ erschlagen worden. Je mehr Ödipus jedoch dem Mörder auf die Spur kommt, desto größer wird die Angst vor der Wahrheit - und seiner wahren Identität. Die Erkenntnis endet in einem blutigen Schuldeingeständnis und einer gleichzeitigen Flucht vor der Verantwortung.
Antigone hat dieses Leid mitzutragen. Als Tochter und Schwester Ödipus‘ bleibt ihr nichts mehr als ihr Glaube und ihre Überzeugungen. Als ihrem Bruder, der im brüderlichen Duell um die Herrschaft Thebens gefallen war, die rituelle Grabstätte verweigert wird, begehrt Antigone auf. Es beginnt ein Kampf zwischen dem irdischen und dem göttlichen Gesetz. Und plötzlich steht Antigone vor einer existentiellen Entscheidung: Soll sie ihren Bruder bestatten, ein Akt, auf den die Todesstrafe ausgesetzt ist, oder soll sie ihr eigenes Leben retten und damit ihren Bruder und das letzte was sie hat verraten?
R.I.P. nähert sich in seiner ersten antiken Inszenierung den großen Fragen nach Schuld und Sühne, Verantwortung und Glauben: Was kann uns der antike Mythos heute noch sagen? Oder hat sich seit 3000 Jahren nichts geändert?
Erleben Sie – wie in der Antike – nur drei Schauspieler (Anna März, Niclas Geissler und Kai Göhrig) in allen Rollen der antiken Tragödien und seien Sie bei diesem „ersten Krimi der Weltliteratur“ live dabei!
Ein Hinweis: Da der Bühnen- und Zuschauerraum dieser Inszenierung sehr klein ist, bitten wir Sie um Kartenreservierung unter 08031-44345 oder im Internet: www.regietheater.de
Die Aufführunstermine sind: Freitag, 7.Mai / Sonntag, 9.Mai / Donnerstag, 13.Mai / Freitag, 14.Mai und Sonntag, 16.Mai jeweils um 20 Uhr in der Rosenheimer Vetternwirtschaft.
Außerdem geht unser Live-Hörspiel-Drama „Psychose“, das im Rahmen der Rosenheimer Kleinkunsttage seine Premiere feierte, auf Tournee: Am Samstag, 8.Mai spielen wir Sarah Kanes intim-aufwühlendes Psycho-Drama in Jörg Herweghs Wasserburger „Narrenkeller“ (www.das-narrenschiff.de) , am Montag, 10.Mai in München-Schwabing in der „repüblik“ (Ursulastr.6, www.die-repueblik.de). Vorstellungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr, Karten gibt es an der jeweiligen Abendkasse.
Ferner gibt es ein Wiedersehen mit dem "Regietheatermacher": Erleben Sie unser Thomas-Bernhard-Kultstück über das Entstehen, Proben, Vorbereiten und Scheitern einer Theaterproduktion von einem Logenplatz aus im Rosenheimer Lokschuppen, auf der größten Indoor-Bühne der R.I.P.-Geschichte, die sich mittels unserer Kulisse trefflichst als jener "Geisttöter-Saal" inkarniert, die der große Bernhard seinem Theatermacher zueignete.
Kommen Sie am Samstag, 29. Mai um 20 Uhr zu uns und erleben Sie ein Stück, das zum "dauernden Vergleich mit Thomas Bernhard heraus[fordert]" (OVB).
Starten Sie gut in den Mai! Wir freuen uns darauf, Sie bei uns begrüßen zu dürfen!
Mit herzlich-theatralen Grüßen,
Ihr Theater Ridere in Publico – R.I.P.
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04.04.2010
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OSTERN MIT TSCHECHOW
Verehrtes Publikum, liebe Freunde des Theaters R.I.P.!
Wir wünschen Ihnen von ganzem theatralen Herzen ein glückliches und frohes Osterfest mit Ihrer Familie und Ihren Freunden!
Wenn Sie Lust haben, besuchen Sie uns doch am Ostermontag zu unserer Vorstellung von Anton Tschechows „Möwe“: Was könnte ein ausgedehntes langes Osterwochenende besser abschließen als ein Abend mit dem großen russischen Dramatiker, dessen Stücke so wunderbar zwischen aufgekratzter Traurigkeit und fröhlicher Melancholie changieren?!
Erleben Sie diese große „Liebeserklärung an das Leben“ in den letzten Vorstellungen – mit Justus Dallmer in der Rolle der großen Schauspielerin Irina Nikloajewna Arkadina, die einsehen muss, dass ihre große Zeit auf der Bühne vorbei ist, mit Johanna Weiske und Niclas Geissler als bezauberndem jungen Liebespaar, die gemeinsam die ersten Schritte auf dem Weg zu einer neuen Art von Theater gehen und mit Mariella Maier als Boris Alexejewitsch Trigorin, ein berühmter Schriftsteller, der nur noch über alles lachen kann – wird er es doch nie mit Tolstoi und Turgenjew aufnehmen. In weiteren Rollen spielen Tatjana Gassl, Ruth Langenegger und Kai Göhrig.
Nicht zuletzt erwartet Sie der spektakulärste Beleuchtungseffekt in der Geschichte des Theaters R.I.P. – eine Reise vom rotglühenden Abendhimmel bis in die tiefste Nacht…
Und falls Sie nach Ostern erstmal durchatmen müssen, spielen wir „Die Möwe“ für Sie noch zweimal am Freitag, 9.4. und Samstag, 10.4. – Alle Vorstellungen beginnen um 19 Uhr im Theater im Lokschuppen (Laziseplatz 1, Rosenheim) um 18:30 findet eine kostenlose Einführung in Werk und Inszenierung mit Dramaturgin Anna von Kölln statt. Karten zu 9 / 6 können an der Abendkasse erworben oder im Internet reserviert werden: www.regietheater.de
Wir schließen unseren Osternewsletter mit einem Zitat von Anton Tschechow aus einem Brief an seine spätere Frau Olga Knipper (die zu dieser Zeit übrigens ebenfalls als Arkadina in der „Möwe“ spielte!):
„Und immer noch kein Regen. Bei uns im Hof wird eine Scheune gebaut. Der Kranich hat Sehnsucht. Ich liebe Dich.“
In diesem Sinne: Frohe Ostern!
Ihr Theater Ridere in Publico – R.I.P.
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16.02.2010
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Liebe R.I.P.-Gemeinde,
der Februar ist bekanntlich der kürzeste Monat im Jahr; in unserem konkreten Fall bedeutet dies:
Weniger Aufführungen bei gleichbleibender Probenfrequenz.
Somit sind wir zur Stunde intensiv damit beschäftigt, unsere anstehende März-Premiere zu erarbeiten.
Das Besondere an diesem Projekt ist dabei, dass es sich um die erste abendfüllende R.I.P.-Arbeit in München handeln wird: Freuen Sie sich auf die Premiere von
FLEISCH, eine Hommage an Kleist / Genet / Elfi Elektra in Schwabing!
Dominik Frank inszeniert in der REPÜBLIK einen Abend über die Zeitlosigkeit von gesellschaftlichen Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen.
Näheres finden Sie im März-Newsletter oder schon jetzt hier online.
Wir erwarten Sie ab Sa. d. 06.03 im Künstlerviertel der Hauptstadt!
Wer sich die Zeit bis zu jener Premiere kulturell verkürzen möchte, ist herzlich eingeladen, sich an einem der beiden kommenden Freitage zu 20 Uhr in das Theater im Lokschuppen (Rathausstr. 24) in Rosenheim zu begeben. Denn dort kommt es zu genannten Zeiten zu einem Wiedersehen mit dem REGIETHEATERMACHER.
Seit seiner Premiere im Dezember 2009 konnte jener Thomas-Bernhard-Abend im größten R.I.P.-Bühnenbild aller Zeiten dank regen Zuschauerzuspruchs zu einem Geheimtipp innerhalb der Rosenheimer Kulturszene avancieren - viele neue Gesichter unter den Stammzuschauern, verbunden mit ergiebigen Gesprächen nach der Vorstellung über das Für und das Wider einer modernen, zeit-, alters- und respektlosen Lesart des Berhardschen Werkes. Seien Sie dabei!
Kommen Sie also am Fr,19.02 oder am Fr,26.02 zu uns und erleben Sie Leiden und Größe des Regietheatermachers bei seinem Herakles-Kampf gegen die mögliche Unmöglichkeit provinzieller Bühnenkunst, stetig schwankend zwischen Sisyphos-Niederlage, Pyrrhus-Sieg und Prometheus-Leberschaden.
Es inszeniert Matthias Kauffmann ("Casimir und Caroline"), die Hauptrolle verkörpert Dominik Frank ("Faust"), sekundiert von Anna März ("Sparkle Shark") und Justus Dallmer ("Wa(h)lkrampf 05").
Apropos Historie:
Auf unserer WebSite finden Sie ab sofort exklusiv die Fortschreibung unserer R.I.P.-Chronik!
Bedienen Sie folgenden Link und vertiefen Sie sich mit uns in Erinnerungan an das Theaterjahr 2009, in gewohnt lakonisch-pointierter Weise zusammengefasst von Dominik Frank, reich bebildert vom Webmaster. Auf gehts!
Theater ist immer Gegenwart, nie Vergangenheit; das zeichnet "unsere" Kunst gegenüber der Filmproduktion aus. Wir hoffen entsprechend, dass Sie sich nach dem Genuss oben genannter Chronik bald wieder auf einen Live-Abend mit uns freuen; jedenfalls freuen wir uns auf Sie!
...der Februar ist kurz, dieser Newsletter also auch.
Bis bald!
Die künstlerische Leitung des Theaters R.I.P.
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23.01.2010
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Liebe Theaterfreunde,
ausnahmsweise nehmen wir uns an dieser Stelle die Freiheit, unseren Newsletter anlässlich eines bundesweiten kulturpolitischen Aufrufs zu funktionalsieren; da uns alle, liebe Newsletter-Empfänger, das Interesse an einer lebendigen, zukunftsfähigen Kulturlandschaft verbindet, ist die nachfolgende Angelegenheit mit Sicherheit von allgemeinem Interesse:
Wie Sie vielleicht gehört haben, steht in der Stadt Wuppertal für das Jahr 2012 die Schließung des Kleinen Schauspielhauses an; generell ist die Fortexistenz der Wuppertaler Bühnen aufgrund der desolaten Finanzlage der Stadt akut gefährdet. Über 1,8 Mrd. Schulden belasten den städtischen Haushalt.
Eine kulturpolitisch absurde Tatsache ist die Erwägung, jenes Finanzloch zuvorderst durch die Ersparnis jener 2 Millionen Euro zu minimieren, welche die Schließung der Bühnen mit sich brächte - man bedenke den immensen kulturellen Verlust für das Land Nordrhein-Westfalen, zumal an dieser Stelle von einem renommierten Stadttheater, nicht zuletzt der jahrzehntelangen Wirkungsstätte der Tanztheater-Legende Pina Bausch, die Rede ist.
Angesichts jener fatalen kommunalen Beschlüsse besteht die Möglichkeit, seine Solidarität mit den Wuppertaler Bühnen zu bekunden.
Anbei finden Sie einen Link zu einer virtuellen Petition, welche das betroffene Theater auf seiner WebSite bereitstellt:
http://www.wuppertaler-buehnen.de/index.php?id=933
Die Leitung des Theaters Ridere in Publico möchte Sie, liebe Leserinnen und Leser des Newsletters, dazu anregen, ebenfalls zu unterschreiben und sich auf diesem Wege mit den Kollegen aus Wuppertal zu solidarisieren.
Noch können wir froh und stolz auf eine breitgefächerte bundesweite Theaterlandschaft blicken; arbeiten wir mit vereinten Kräften an ihrer Zukunft!
Mit den besten Grüßen,
Die künstlerische Leitung des Theaters R.I.P.
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04.01.2010
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Liebe Freunde der darstellenden Kunst,
das Theater R.I.P. wünscht Ihnen ein frohes und gesundes, nicht zuletzt hoffentlich theaterreiches neues Jahr 2010!
Doch bei allen guten Wünschen und Vorsätzen wollen wir nicht vergessen, dass das neu begonnene Jahr gleichsam ein Endspurt für unsere Rosenheimer Truppe darstellt - so findet am 01. August dieses Jahres mit einer feierlichen Dernieren-Vorstellung von Tschechows MÖWE die letzte R.I.P.-Vorstellung statt; hernach verabschiedet sich die künstlerische Leitung unwiderruflich aus Rosenheim.
Es wird ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wohnt doch allem Abschied ein Zauber inne, während auf der anderen Hand die Lösung von einem liebgewonnenen Kulturprojekt, (nicht selten ein leidenschaftlicher Kampf gegen oberbayerische Windmühlen) kein leichtes Unterfangen ist...
Doch der Gedanke an einen Abschied in Resignation liegt uns ferne! Zu viel gibt es in den verbleibenden Monaten zu tun, zu bewegen, zu inszenieren - zu visionieren! Seien Sie dabei und helfen Sie uns durch Ihren Zuspruch, unseren Spielplan-Endspurt zu einem erfolgreichen kulturellen Ereignis werden zu lassen!
Bereits im Januar geht es mit einem bunten Programm weiter in der Theatergeschichte:
So gibt es am kommenden Samstag, d. 09.01.2010 um 20 Uhr im Theater im Lokschuppen ein Wiedersehen mit dem REGIETHEATERMACHER nach Thomas Bernhard.
Unsere Dezemberpremiere erfuhr bei ihren ersten zwei Vorstellungen einen regen Zulauf und fand durch die Presse eine umfangreiche dramaturgische Rekapitualtion. So schrieb das OVB wie folgt: "Das Stück endet mit Lachen und bietet auch dazwischen was zum Lachen. Und es fordert zum dauernden Vergleich mit Thomas Bernhard heraus. Das ist nicht wenig. Mehr Zuschauer als in der Premiere wären dem Stück auch zu wünschen. Auch wenn eigentlich gar keine da sind." (http://www.ovb-online.de/kultur/theater-ueber-theater-theater-552709.html)
Zu sehen ist ein selbstreferentieller Abend über das Leben, Streben und Selbstaufgeben eines modernen provinziellen Theatermannes: Das Schicksal des Rosenheimer Künstlers zwischen egozentrischem Höhenflug und Eingeständnis des eigenen Scheiterns. Ein Abend, gnadenlos oszillierend zwischen Humor, (Selbst-)ironie und purem Sarkasmus. Nicht zuletzt der Versuch, bekannte Textrepliken Thomas Bernhards in einem jungen, unorthodoxen Kontext neu zu hören und zu interpretieren, jenseits versteinerter Deklamations-Klischees alter Meister. Erleben Sie unter der Regie von Matthias Kauffmann Dominik Frank in der Rolle des Theatermachers, sekundiert von Anna März und Justus Dallmer!
Eine Folgevorstellung findet am Fr, d. 22.01 um 20 Uhr statt.
Leider gibt es eine weniger erbauliche dispositionelle Infomation einzustreuen: Denn aufgrund eines hartnäckigen Krankheitsfalles im Ensemble müssen die beiden geplanten Januar-Vorstellungen von Tschechows MÖWE entfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Im April sind jedoch weitere Vorstellungen der Produktion zu sehen.
Des weiteren kommt in unserem Stammlokal, der Vetternwirtschaft, am Fr. d.15.01 sowie am Folgetag um jew. 20 Uhr PSYCHOSE nach Sarah Kane zur Aufführung.
Nachdem wir uns Anfang Dezember als erste Theatertruppe einstellen konnten, die jenen Monolog zur Originalzeit (4:48 Uhr in der Frühe in der Rosenheimer ASTA!) zum Besten gaben, ergeben sich nun neue Gelegenheiten für unser geschätztes Publikum, Dominik Franks Inszenierung im originalen Bühnenbild zu erleben. Gerahmt von einer dichten, atmosphärischen Musik- und Soundkulisse, die Max Knur und Tom Obermaier live on stage produzieren, ist das Schicksal einer vereinsamten Frau, gespielt von Tatjana Gassl, auf der Suche nach dem authentischen Ich zu erleben. Was bleibt, ist die alles bewegende Frage, wer in dieser Welt eigentlich als "verrückt" zu bezeichnen ist - der grenzensprengende Individualist oder die sozialisierte Umwelt?... Und was ist eine überhaupt eine "Psychose" im Kontext einer Gesellschaft, in der Depression zur Volkskrankheit wird?
Kommen Sie und diskutieren Sie mit uns das dramatische Meisterwerk der wohl letzten wahrhaft romantischen Autorin der Theaterwelt.
Doch neben oben genannter Romantik soll auch ein guter Schuss Weimarer Klassik nicht fehlen. Erleben Sie in diesem Monat ein letztes Mal "unseren" FAUST! Am So, d. 17.01 können Sie in der Rosenheimer Vetternwirtschaft die Derniere einer Inszenierung sehen, die seit ihrer Premiere im Sommer 2008 Publikum und Presse gleichsam zu Diskussion und kontroverser Kritik animiert hat. So verortet Dominik Frank den titelgebenden Charakter in einem schwarzen Seelenraum, aus dem es kein Entkommen gibt; zusammengepfercht mit seinen Wünschen und ungelebten Trieben. Ein existentialistisches Kaleidoskop, dem der Zuschauer hautnah ausgeliefert ist. Gibt es Transzendenz? Diese Frage wird radikalst zurückgestellt zugunsten einer umso gnadenloseren Fokussierung des nackten Menschen. Kein Abend für Zweckoptimisten, doch eine bereichernde Seelenschau für freie Geister...
Sie sehen, liebe Zuschauer, dass ein Spielzeit-Endspurt für uns kein Nachlassen an produktiver Energie bedeutet. Bis zum Schluss wollen wir Sie fesseln, begeistern - überzeugen! Kommen Sie, besuchen Sie einen unserer Theaterabende und diskutieren Sie im Anschluss mit uns! Denn der kontroverse Austausch zwischen Theatermachern und Zuschauern ist doch das eigentlich aufregende, bereichernde Kernelement, das Herz einer lebendigen Theaterszene!
Bis bald in Rosenheim!
Ihr Theater R.I.P.
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